Auf ins Wolkenkuckucksheim!


10. Jul 2020 - 15. Sep 2020

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• Das Höhenrausch-Dach als Wolkenkuckucksheim – ein künstlerischer Sehnsuchtsort nach antikem Vorbild: im Kirschgarten wandeln, in einer Hängematte die Seele lüften und schauen, wie die Zeit vergeht. Den Fernblick genießen und der Klangkulisse New Yorks lauschen. Jungen Autor*innen bei Luftschlosslesungen zuhören und im Club der toten Dichter schmökern. Nachts den Turm besteigen und das fliegende Schiff bestaunen. Oder einfach nur in der Bar abhängen und in Gedanken über die Dächer von Linz schweifen.

• The Höhenrausch roof as never-never land – an artistic place of longing based on an antique model: roam around the Garden of Paradise, letting your soul breathe in a hammock and watching time pass by. Take in far-off vistas and listen to the soundscape of New York. Hear young authors read about castles in the air and browse in the club of dead poets. Climb the tower at night and visit the flying ship. Or simply hang out at the Bar and let your thoughts wander over the rooftops of Linz.

DEFINITION:
Wolkenkuckucksheim Begriff aus der Komödie „Die Vögel“ des griechischen Dichters Aristophanes, wo es eine in die Luft gebaute Fantasiewelt bezeichnet. Wird ebenso ernsthaft wie spöttisch verwendet.

ÖFFNUNGSZEITEN

täglich 16.00 – 23.00 Uhr, im OÖ Kulturquartier
Der Aussichtsturm ist ab 18. Juli, Montag – Samstag von 10.00 – 16.00 Uhr über das Passage Linz zugänglich.

 

Kunstfilme, die man nur selten im Kino sieht, werden auf der großen Open Air Leinwand im voestalpine open space gespielt. Filme, in denen die Zeit sich streckt, die bildgewaltig aber ohne konventionelle „Geschichte“ sind. Filme, die die Wiederholung feiern oder nur kurze Ausschnitte unserer Wirklichkeit zeigen und aus gefundenem Material Neues schaffen.
Thematisch zusammengestellte Filmprogramme wechseln sich im wöchentlichen Rhythmus ab. Vertreten sind: JAMES BENNING, CANDICE BREITZ, CHRISTOPH DRAEGER UND HEIDRUN HOLZFEIND, KARIN FISSLTHALER , SIEGFRIED A. FRUHAUF, INGER LISE HANSEN, JOHN WOOD AND PAUL HARRISON, HANS OP DE BEECK.

HIER GEHT'S ZUM KUNSTKINO PROGRAMM

Jeden Freitag um 19.00 Uhr tragen junge Autor*innen in dem zum Freiluftlesesaal erklärten MULTISPACE ausgewählte Texte vor.  
Im Obergeschoss der Containerbar – zwischen Himmel und Erde – lesen sie aus eigenen und den Werken verstorbener Schrift-steller*innen. Peter Wüthrichs “The Angels of the World” bevölkern die von Clemens Bauder gestaltete Zone. Die Veranstaltung wird live gestreamt https://www.facebook.com/ooe.kultur.
10.07. Anna Weidenholzer 14.08. Marianne Jungmaier
17.07. Marko Dinić abgesagt 21.08. Lisa-Viktoria Niederberger
24.07. Marie Luise Lehner 28.08. Stephan Roiss
30.07. Dominik Barta  
(ursprünglich früherer Termin)
04.09. Robert Prosser
31.07. Tanja Raich 11.09. Mercedes Spannagel
07.08. Tonio Schachinger    
Eine Kooperation mit dem Adalbert-Stifter-Institut des Landes OÖ / StifterHaus.

• EVA SCHLEGEL
under the cherry tree, 2020
Die Stahlstruktur des voestalpine open space in 30 Meter Höhe wird zur Bühne für die Inszenierung eines natürlich-künstlichen Kirschgartens: Bedruckte Glaselemente, Stimmen aus Kirschbäumen und üppige Pflanzenarrangements reflektieren, brechen und verlieren sich in einer raumgreifenden Anordnung von Spiegelflächen.

• MICHAEL KIENZER
Abhängen, Vol. 2, 2020
Weitläufig verspannte, verschnürte und verbundene Hängematten machen das Parkdeck zu einer großen Liegefläche und laden die Besucher*innen zum Abhängen ein.

• MUSIKPROTOKOLL
Homages, 2017
Ein Soundwalk auf der raiffeisen kunst garage und dem Dach des Passage Linz: 15 leuchtend blaue Würfel verteilen sich wie Straßenlaternen auf dem Höhenrausch-Parcours. Mit Kopfhörern flanieren die Besucher*innen von Station zu Station und hören kurze Klangstücke österreichischer Komponist* innen als Hommage an prägende Musikkünstler*innen aus New York. Eine Kooperation mit dem ORF musikprotokoll im steirischen herbst. Konzept: Christian Scheib, Realisierung: Fränk Zimmer, Gestaltung: Clemens Bauder.

• ANDREAS STRAUSS
Multispace, 2018
Die Architektur aus bunten Containerrahmen ist ein offener Ort zum Verweilen, eine einladende Gastrozone mit origineller Bar: Die „Springinkerl“ laden ein. Stärken Sie sich, trinken Sie etwas, lassen Sie Ihre Gedanken schweifen oder plaudern Sie mit Freund*innen!

• OSCAR MUÑOZ
* 1951 in Popayán/CO, lebt und arbeitet in Cali/CO
Re/trato, 2003
Aus dem Spanischen übersetzt bedeutet Re/trato sowohl „Porträt“ als auch „Ich versuche es noch einmal“. Tatsächlich muss der kolumbianische Künstler stets von Neuem beginnen, wenn er unter der glühenden Sonne Porträts mit Wasser auf Stein malt, denn sie verblassen schneller, als sie fertig gestellt werden können. Mit diesem aussichtslosen, aber unermüdlichen Bemühen, das Antlitz eines Menschen festzuhalten, bezieht sich Muñoz auf die Mythen von Narziss und Sisyphus und deren tragische Schicksale. Seine Gemälde sind flüchtig wie Erinnerungen — das Bemühen, sie festzuhalten, vergeblich. Auf poetische Weise macht er damit Zeit und Vergänglichkeit bewusst.

• CLEMENS BAUDER & GREGOR GRAF
Zur schönen Aussicht, 2017
Künstlerisch manipulierte Fernrohre werfen einen ganz speziellen Blick auf die Stadt. Informativ, aber auch mit Augenzwinkern lenken sie den Blick auf Vergangenes, Bestehendes und utopische Zukunftsvisionen.

• ALDO GIANNOTTI
Spatial Dispositions / OK, 2019
Mit wenigen Strichen beschreibt Aldo Giannotti die soziale und architektonische Umgebung und entwickelt dafür ungewöhnliche Vorstellungen und kleine Utopien. Seine Zeichnungen begleiten über den Dachparcours und auf den Turm.

• WOLFGANG DORNINGER
Kuckuck chipt es laut aus, 2020
Ein synthetischer "Kuckuck" auf dem Keine-Sorgen-Turm öffnet pünktlich zur vollen Stunde mit seinem prägnanten Ruf einen metaphorischen Klangraum, in dem die Entfernung des Menschen zwischen Natur- und Medienerlebnis offensichtlich wird.

• ALEXANDER PONOMAREV
The Flying Ship, 2018
Ein „fliegendes Schiff“ – wie in den Himmel gezeichnet – symbolisiert den Aufbruch zu neuen Ufern der Fantasie.

• SIEGFRIED A. FRUHAUF
Höhenrausch, 1999
Passgenau aneinandergereiht bilden hunderte Ansichtskarten mit Bergmotiv ein schier endloses Österreich-Panorama.

• CORINNA SCHNITT
* 1964 in Duisburg/DE, lebt und arbeitet in Braunschweig/DE
Das nächste Mal, 2003
Ein Paar führt romantische Dialoge auf einer Frühlingswiese — eine allseits bekannte Szene. Während der langsamen Kamerafahrt nach oben wird jedoch zunehmend deutlich, dass mit dieser Idylle etwas nicht stimmt: Es sind Kinder, die hier romantische Floskeln miteinander austauschen, als wären sie ein (filmreifes) Liebespaar. Und auch die Naturkulisse stellt sich als von stark befahrenen Straßen umgebener grüner Rest heraus. Indem Schnitt etablierte Sehnsuchtsbilder reproduziert, dabei aber leicht verschiebt, irritiert die Filmkünstlerin unsere Erwartungshaltung und macht die Künstlichkeit medial vermittelter, stereotyper Beziehungsvorstellungen deutlich.

• MARK FORMANEK
* 1967 in Pinneberg bei Hamburg/DE, lebt und arbeitet in Berlin/DE
Standard Time, 2010
realisiert von Datenstrudel (Jörn Hintzer und Jakob Hüfner)
Gemeinsam mit der Medienagentur Datenstrudel entwickelte der deutsche Konzeptkünstler Mark Formanek die Videoinstallation Standard Time: In einer 24-stündigen Performance baut ein Trupp Handwerker synchron zur Echtzeit drei Meter lange Dachlatten ganz analog und zu einer „digitalen Zeitanzeige“ um. Das Video dokumentiert nicht nur die Aktion, es fungiert und funktioniert auch als aktuelle Zeitansage.