Brückenschlag - Donauschöpfung


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Brückenschlag - Donauschöpfung ein Projekt von heim.art®
Wasser ist die Grundlage allen Lebens und Basis der menschlichen Interaktion. Der bewusste Umgang mit Wasser und Gewässern ist das Fundament unserer kulturellen Entwicklung. So verbindet die Donau heute, gleich einer Lebensader, ein vereintes Europa.

„Brückenschlag - Donauschöpfung“ trachtet nach einer länderübergreifenden Annäherung an die Donau, wobei kollektiv ein Augenblick der Donau erfasst wird. Angebahnt von Joachim Eckl, gibt das Projekt den Impuls für eine zusammenführende und vorwärts blickende multinationale Kooperation von Menschen entlang des gesamten Flusslaufs – über 10 Staaten entlang der Donau hinweg.

Ein „Schöpfungs-Büro“ wird von 02.09. bis 28.10. in der Kapelle am OK Platz installiert. Joachim Eckl lädt renommierte Gäste ein, um am Runden Tisch unterschiedliche Ansichten über Kunst, Natur, Gesellschaft, Gemeinschaft, individuelle Erfahrung und formale Gesetzgebung zu diskutieren und zu inspirieren.

Die Impuls-Vorträge und Gespräche werden von Klanginstallationen von Annea Lockwood, Michael Pisaro und Olivera Gracanin umrahmt.

www.heimart.at
www.donau-danube.eu​


Schöpfungsbüro
Runder Tisch - Flussgespräche
Kapelle OK Platz, Linz, 2.9. – 28.10.2017

September
ERÖFFUNG / OPENING
Samstag, 2. September, 17 Uhr

Direktor Martin Sturm eröffnet die Kunstinstallationen von Joachim Eckl und Annea Lockwood
anschl.: Karl Heinz Tritschler /DE: „Was ist Kunst? 40000 Jahre Menschheitsgeschichte“
geb. 1957, Studium der Malerei, Kunsttherapie und Kunstpädagogik in der Tradition Joseph Beuys, Vorträge und Seminare zu den Themen Kunst- und Kulturgeschichte, Bildung und Demokratie.

Samstag, 9. September, 18 Uhr
Polly Higgins
/GB: „Nature and Justice“
Originally practising in London, now operating internationally in an advisory capacity, Polly puts her barrister skills into use for just one client – the Earth. She is the lead advocate for an international criminal law of Ecocide to protect people and planet. Ecocide law, she advocates, shall criminalise ecosystem destruction caused by corporate and State action, imposing a legal duty of care to prevent climate and ecological ecocide.

Samstag, 16. September, 18 Uhr
Joachim Eckl
/AT: „Brückenschlag- Donauschöpfung - Ein Bild aus der Zukunft“
Künstler, Sozial-Ingenieur, Kulturmäzen, Projektleiter, Produzent in der Kultur- und Kunstwelt sowie Kulturvereinsleiter. Er ist vor allem für seine Großprojekte in Verbindung mit Wasser, insbesondere Flüsse, bekannt. Seine Arbeit wurde mit dem Grün–Preis des Landes Oberösterreich und dem Ford-Umweltpreis des BM für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft ausgezeichnet.

Samstag, 23. September, 18 Uhr
Thomas Macho
/AT: „Wasser, Ritual und Kultur“
Kulturwissenschaftler, Philosoph und bis 2016 Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, nun Direktor des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften in Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind u. a. die Geschichte der Zeitrechnung, Kulturgeschichte der Mensch-Tier-Beziehungen, Tod und Totenkulte, Religion in der Moderne, Geschichte der Rituale, Ästhetik des Monströsen, Science und Fiction. Seine Essays und Rezensionen publizieren u.a. die NZZ und Die Zeit.

Samstag, 30. September, 18 Uhr
Michael Pisaro
/US: „Nature denatured and found again“
Guitarist and composer, a member of the Wandelweiser Composers Ensemble. He has composed over 80 works for a great variety of instrumental combinations, including several pieces for variable instrumentation. Before joining the composition faculty at the California Institute of the Arts (where he is located presently), he taught music composition and theory at Northwestern University from 1986 to 2000.

Samstag, 7. Oktober, 18 Uhr
Transformation wave
Olivera Gracanin präsentiert ihre audiovisuelle Installation zum Verständnis bzw. zum Bewusstsein von „Donau-Kultur“.

Samstag, 14. Oktober 18.00 Uhr
Dr. Robert Konecny
/AT: „Donau und ihr Naturraum“.
Projektmanager im Umweltbundesamt, mit Fachgebiet Biologie, Fischökologie, Fischparasitologie und Limnologie.

Samstag, 21. Oktober 18.00 Uhr
Antoine Beuger /NL Performance
:"Atem schöpfen - aus dem Fluss der Worte (gen 1-2,4)"

Oktober
to be announced / Termine folgen:

Klaus Albrecht Schröder /AT: „Das Element des Wassers in der Kunst“
Kunsthistoriker und ehem. Leiter BA-CA Kunstforum, seit 2000 Direktor der Albertina in Wien.

Bernd-Helmut Kröplin /DE: „Welt im Tropfen - Wasser als Gedächtnis und Spiegel“
Wasserforscher und Prof. für Luft- und Raumfahrttechnik i.R.

Andreas Huber /DE: „River and Future, Club of Rome’s view on the development oft he Danube“
Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft Club of Rome und ehrenamtlicher Vorstand der Desertec Foundation.

Robert Konecny /AT: „Donau und ihr Naturraum“
Projektmanager im Umweltbundesamt, mit Fachgebiet Biologie, Fischökologie, Fischparasitologie und Limnologie.

Harald Haarmann /DE: „Die Donau Kultur“
Sprach- und Kulturwissenschaftler und Autor, lebt und arbeitet in Finnland; zahlreiche Preise u.a. Prix logos (1999) der Association européenne des linguistes et des professeurs de langues (Paris), Premio Jean Monnet (1999) im Bereich Essayliteratur, Plato Award 2006.



Joachim Eckl stellt seine Wasser-Schöpfungs-Installation vor. Das Projekt „Brückenschlag – Donauschöpfung“ sieht eine circa einstündige parallel ablaufende Wasserschöpfung entlang der Donau an 280 Schöpfungsstellen vor (10-Kilometer-Punkte), wobei jeweils 1000 Liter gesammelt werden. Da die durchschnittliche Fließgeschwindigkeit 10 km/h beträgt, wird dabei der Gesamtlauf der Donau als Momentaufnahme in durchsichtigen Containern festgehalten. Danach wird das geschöpfte Wasser zusammengeführt und als eine einzigartige Installation die Gesamtheit der Donau repräsentieren. Diese „kollektive“ Momentaufnahme wird anschließend mit den Partnern entlang der Donau geteilt.

Annea Lockwood ist eine in Neuseeland geborene amerikanische Komponistin, die elektronische Musik am Vassar College unterrichtet hat. Ihre Werke beinhalten oft natürliche, aufgenommene Klänge. Seit den Sechzigern macht sie Aufnahmen von Flüssen, „nicht um diese zu dokumentieren, sondern um den einzigartigen Zustand des Geistes und des Körpers zu erfassen, der entsteht, wenn die Klänge des bewegten Wassers auf konzentrierte Zuhörer wirken.“ 1989 wurde ihre „Map of the Hudson River“ veröffentlicht. Das OÖ Kulturquartier präsentiert ihr größtes Projekt, „Sound Map of the Danube“. Drei Jahre und fünf Reisen durch Europa haben die Aufnahmen in Anspruch genommen und ein Klangbild geschaffen, das vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer reicht.